luxurepo.com Mo-Fr 9:00-17:30 Uhr+49 171 00086247
← Magazin

Die Frage, die immer wieder gestellt wird

Fast in jeder Gruppe fällt sie gleich in der ersten Stunde: Was mache ich eigentlich in den ersten Sekunden, wenn ich jemanden begrüße? Die Frage klingt klein, doch dahinter steckt die Sorge, etwas falsch zu machen, bevor das eigentliche Gespräch beginnt. Viele Teilnehmende berichten, dass sie vor Terminen oder Empfängen gedanklich Begrüßungsszenen durchspielen und dabei eher nervöser als sicherer werden.

Aus der Arbeit mit Stimme und Rede kenne ich das Muster gut. Wer sich auf einen perfekten Moment vorbereitet, spricht gepresster und schneller. Deshalb beginnen wir im Kurs nicht mit Regeln, sondern mit einer Beobachtung: Eine gelungene Begrüßung ist meist kurz, zugewandt und unspektakulär. Sie schafft Platz für das, was danach kommt, und muss nicht mehr leisten als das.

Blick, Name, Händedruck: die ersten Sekunden

Wir üben die Abfolge in Rollenübungen, bis sie selbstverständlich wird. Zuerst kommt der Blickkontakt, noch bevor Sie sprechen. Dann der Gruß mit dem eigenen Namen, deutlich und nicht zu schnell. Erst danach folgt der Händedruck, trocken, mittelfest und nicht länger als ein, zwei Sekunden. Wer dabei lächelt, wirkt freundlich, ohne dass Worte nötig wären.

Häufig hören wir, der Händedruck sei das Entscheidende. Tatsächlich bleibt die Wirkung des Gesamtbildes stärker haften: Haltung, Tonfall und die Pause, die Sie dem Gegenüber lassen. In der Übung wechseln die Teilnehmenden die Rollen und geben einander knappe Rückmeldungen, was sich offen oder zögerlich angefühlt hat. So spüren Sie den Unterschied selbst, statt ihn nur erklärt zu bekommen.

  • Blickkontakt aufnehmen, bevor Sie sprechen
  • Den eigenen Namen klar und in ruhigem Tempo nennen
  • Händedruck kurz, trocken und mittelfest halten

Smalltalk ohne Zwang

Die zweite große Sorge gilt dem, was nach dem Gruß kommt. Smalltalk wirkt dann leicht, wenn Sie ihn nicht als Prüfung betrachten. Er dient dazu, eine Brücke zu bauen. Dafür genügen einfache Anknüpfungen: der Anlass, den Sie beide teilen, der Weg hierher, die Veranstaltung selbst. Offene Fragen laden zum Erzählen ein und nehmen Ihnen den Druck, ständig selbst zu liefern.

In den Übungen merken viele, dass Zuhören die eigentliche Kunst ist. Wer wirklich aufnimmt, was das Gegenüber sagt, findet die nächste Frage fast von allein. Wir trainieren auch den freundlichen Ausstieg: ein Satz, mit dem Sie ein Gespräch beenden, ohne abrupt zu wirken. Gerade das fürchten viele mehr als den Anfang, und es lässt sich erstaunlich gut üben.

  • Am gemeinsamen Anlass anknüpfen
  • Offene Fragen stellen und die Antwort wirklich aufnehmen
  • Einen freundlichen Abschlusssatz bereithalten

Umgangsformen im Berufsalltag

Etikette bedeutet für uns keine starre Vorschrift, sondern Rücksicht, die man erkennen kann. Dazu gehört, Personen mit Namen vorzustellen, Titel richtig zu verwenden, wenn sie gewünscht sind, und beim Betreten eines Raums erst einmal wahrzunehmen, wer anwesend ist. Fragen nach der Reihenfolge der Vorstellung klären wir im Kurs konkret an Beispielen aus Ihrem eigenen Umfeld.

Unterschiedliche Branchen und Häuser pflegen verschiedene Gepflogenheiten, und das ist in Ordnung. Wichtiger als das perfekte Wissen ist die Haltung dahinter: Aufmerksamkeit und Respekt. Wer unsicher ist, kann höflich nachfragen, wie man sich anreden möchte. Das wirkt nicht unwissend, sondern aufmerksam. Diese Gelassenheit nehmen viele Teilnehmende als größten Gewinn mit nach Hause.

Was Sie vor dem nächsten Termin ausprobieren können

Wählen Sie vor einem Gespräch nur eine Sache aus, auf die Sie achten, etwa den Blick beim Gruß oder das Nennen Ihres Namens. Mehr als einen Punkt gleichzeitig zu steuern, überfordert und wirkt gekünstelt. Nach dem Termin notieren Sie in zwei Sätzen, was sich gut angefühlt hat. Diese kleine Gewohnheit macht Fortschritt sichtbar und nimmt dem Thema die Schwere.

Wenn Sie mögen, sprechen Sie die Begrüßung vorab einmal laut aus. Gerade Stimme und Tempo verraten sonst früh Anspannung. Atmen Sie vor dem Eintreten ruhig aus, bevor Sie die Tür öffnen. Solche kleinen Rituale ersetzen keine Übung in der Gruppe, helfen aber, zwischen den Sitzungen dranzubleiben und das Gelernte im Alltag zu erproben.

  • Pro Termin nur einen Punkt bewusst steuern
  • Begrüßung vorab einmal laut sprechen
  • Nach dem Gespräch zwei Sätze Rückblick notieren

Was Sie im Kurs dazu erwartet

Im Modul zum ersten Eindruck und zur Etikette arbeiten wir in kleiner Runde mit kurzen Szenen: Begrüßung am Empfang, Vorstellung zweier Gäste, Gespräch am Stehtisch. Jede Szene wird besprochen, damit Sie sehen, was bereits gut trägt und wo ein kleiner Schritt genügt. Die Rückmeldungen sind konkret und freundlich gehalten.

Sie müssen dafür keine Vorkenntnisse mitbringen, nur die Bereitschaft, sich auszuprobieren. Manche wollen sicherer im Beruf werden, andere bei Anlässen außerhalb der Arbeit. Beides lässt sich in denselben Übungen abbilden. Ziel ist kein Schauspiel, sondern ein Auftreten, das zu Ihnen passt und sich für Sie selbst stimmig anfühlt.

Eine gute Begrüßung braucht weniger, als viele denken: einen offenen Blick, den klaren Namen, einen ruhigen Händedruck und ein Gespräch, das Raum lässt. Wer diese Abfolge geübt hat, gewinnt Gelassenheit für alles, was danach kommt. Im Kurs erproben wir sie gemeinsam in Rollenübungen, bis sie Ihnen vertraut ist und natürlich wirkt.

Weitere Beiträge

  1. Gliederung einer Rede: Was ein roter Faden wirklich bedeutet

    Der Begriff »roter Faden« fällt in jedem Redetraining. Matthias Brüggemann erklärt in einfachen Worten, woraus er besteht und wie Sie ihn aus Ihrer Kernbotschaft bauen.

  2. Rede aufbauen: Eine Checkliste vor Ihrer Entscheidung

    Bevor Sie sich für ein Training zum Redeaufbau entscheiden, lohnt ein ehrlicher Blick auf Ihre Ziele, Ihre Vorbereitung und Ihre Erwartungen. Diese Fragen helfen dabei.

  3. Was Körpersprache-Training kostet und wovon der Preis abhängt

    Ein ehrlicher Blick auf die Kosten eines Körpersprache-Trainings: Welche Posten den Preis bestimmen, was in einem Kursbaustein steckt und woran Sie ein stimmiges Angebot erkennen.